Posted by: Redaktion | November 6, 2009

Säkularisation ist ein Gottesort

Heute stellten sich die Brüder der Frage: Wie ist das aus christlicher Perspektive zu beurteilen, was gestern alles gesagt wurde? Immer wieder fielen in den Vorträgen der Theologen die Stichworte “Kenosis“ und Inkarnation. Sie öffneten den Blick auf die Säkularisation als Erfahrungsraum vertiefender Gottesoffenbarung. Gott, so ein Redner, sei nichts in dieser Welt fremd. Möge sie noch so gottlos erscheinen – sie werde Gott niemals los. Christliches Engagement fürchte die Fragen und Bewegungen der Mitmenschen nicht, sondern versuche zu entziffern, wie sich das Evangelium darin bahnbrechen wolle, sei es bestätigend oder auch korrigierend. Es könne dabei selbstbewusst auf die vorhandenen Schätze etwa der Mystik und der Liturgie zurückgreifen und müsse sie in den Dialog mit der verweltlichten Welt einbringen und dürfe sich umgekehrt von dieser Welt auch ohne Furcht beeinflussen und zu neuen Entwicklungen herausfordern lassen.

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