Taliban-Katholizismus hat keine Zukunft
http://www.kipa-apic.ch/?na=0,0,0,0,d&ki=201003&pw=eSG4iXJD
Kapuziner Westeuropas wollen sich neu positionieren
KathWeb News 09-11-2009
Kapuziner-Symposium “Woran glaubt Europa” beendet
ofmcap.org
Taliban-Katholizismus hat keine Zukunft
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Kapuziner Westeuropas wollen sich neu positionieren
KathWeb News 09-11-2009
Kapuziner-Symposium “Woran glaubt Europa” beendet
ofmcap.org
Posted in "Acting" (07.11.2009)
Posted in "Acting" (07.11.2009)
Homily of Br. Mauro Jöhri in the concluding mass 7. november 2009.
Posted in "Acting" (07.11.2009)
Wie sollen die Kapuzinerbrüder handeln? Nach den Vorträgen mit Themen franziskanischer Theologie diskutierten am Ende des Symposiums Referenten und Teilnehmer mit Generalminister Mauro Jöhri, was die Säkularisation für die Entwicklung des Kapuzinerordens bedeute. Alle nahmen dankbar die positive Sichtweise der Tagung auf, dass die scheinbare Verweltlichung der Menschen den Brüdern Türen öffne zu einem vertieften Verständnis des eigenen Glaubens, wie ihn auch Franziskus erfahren hatte: Dass Gott nicht aufhört, sich in seiner Welt zu offenbaren. Die franziskanischen Werte wie Itineranz, Leben mit den Armen und Brüderlichkeit könnten wiederbelebt werden. Dazu müsse sich auch das Gebet der Brüder wieder neu verstehen als Öffnung und Einlassung auf jenen Gott hin, der sich der Welt beständig öffne und sich auf sie einlasse.
Als Konsequenzen daraus müssten die Kapuziner heute zu einem soziale und kirchlichen Standortwechsel bereit sein, da die neue religiös-spirituelle Suche postmoderner Menschen fern der Institutionen ansetze. Es sei eine Existenz eher im Zelt als im Kloster erforderlich, d.h. stets aufbruchbereit und für die Menschen leicht erreichbar. Brüderlichkeit dürfe nicht nur innen gelebt werden, sodass sie an der Klosterpforte ende. Es müsse Wege gegangen werden, Fremdenängsten, Resten von Standesbewusstsein und Spuren von Rassismus aktiv zu begegnen. Ein echtes Brudersein mit den Zeitgenossen, die Kirchenhierarchien ebenso wie der Herrschaft von Ayatollahs misstrauten, sei die Aufgabe der Kapuziner. Die Minderbrüder müssten von dem Vertrauen gekennzeichnet sein, dass Gott jede Religion, ja jede menschliche Sehnsucht auf seine Weise inspiriert und ans gemeinsame Ziel der Menschheit führt.
In Folge der Säkularisation würde vieles enden, was bis jetzt im brüderlichen und pastoralen Handeln noch selbstverständlich sei. Die Worte des Ordensvaters angesichts seines Todes: „Brüder, lasst uns endlich anfangen!“ bekämen jetzt einen besonderen Klang. Die Säkularisation stoße definitiv einen Prozess der Umformung auf allen Ebenen an, in dem und durch den Gott selber zur Wandlung rufe.
Auch wenn man sich im Abschlussgespräch nicht gleich einigen konnte, was ordensweit verändert werden müsste oder zumindest in einigen Regionen Europas: Die für manche Brüder notvolle Erfahrung der Verweltlichung erhielt durch dieses Symposium ein positives Gewicht. Ein Bruder schrieb in den Kommentaren auf der Website zum Symposium http://symposium2009.wordpress.com : „O Herr, lehre uns, die Wirklichkeit anzunehmen; lehre uns Kenosis.“ Und ein anderer fasste in einem Flurgespräch den Wandel der Stimmung über die Entwicklungen der westeuropäischen Gesellschaft in die Worte: „Willkommen, Schwester Säkularisation.“
Posted in "Acting" D
A film by Tomasz Wronski
Impressions of the day and an interview (in german) with Br. Mauro Jöhri, Generalminister OFMCAp
Posted in "Juging" (06.11.2009)
Heute stellten sich die Brüder der Frage: Wie ist das aus christlicher Perspektive zu beurteilen, was gestern alles gesagt wurde? Immer wieder fielen in den Vorträgen der Theologen die Stichworte “Kenosis“ und Inkarnation. Sie öffneten den Blick auf die Säkularisation als Erfahrungsraum vertiefender Gottesoffenbarung. Gott, so ein Redner, sei nichts in dieser Welt fremd. Möge sie noch so gottlos erscheinen – sie werde Gott niemals los. Christliches Engagement fürchte die Fragen und Bewegungen der Mitmenschen nicht, sondern versuche zu entziffern, wie sich das Evangelium darin bahnbrechen wolle, sei es bestätigend oder auch korrigierend. Es könne dabei selbstbewusst auf die vorhandenen Schätze etwa der Mystik und der Liturgie zurückgreifen und müsse sie in den Dialog mit der verweltlichten Welt einbringen und dürfe sich umgekehrt von dieser Welt auch ohne Furcht beeinflussen und zu neuen Entwicklungen herausfordern lassen.
Posted in "Juging" D
Posted in Deutsch
Film di Tomasz Wronski:
Posted in "Seeing" (05.11.2009)
Religion und Gesellschaft gehören zusammen, doch Staat und religiösen Institutionen sind dauerhaft getrennt. Zu diesem Schluss kamen am ersten Tag des Symposiums der westeuropäischen Kapuziner in Madrid die 96 Brüder, die sich in Referaten und Kleingruppen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation in Europa stellten. Der Freiburger Religionssoziologe Michael Ebertz stellt heraus, dass die jahrhundertelange Verbindung von Staat und Kirche in Europa zu einer Art Befreiungsprozess führte, der die Religion mehr und mehr in den Privatraum verlegt. Wenn das Religiöse aus der Mitte der Gesellschaft in das persönliche Erleben und Belieben des Einzelnen gestellt sei, so merkte ein Mitbruder zurück, müssten wir um so mehr auf säkulare religiöse Formen aufmerksam werden und nannte dabei die quasireligiösen Zelebrationen etwa von Fußballspielen. Jean-Louis Schlegel, Redakteur der französischen philosophischen Zeitschrift Esprit wies auf die Gefahr hin, der unglaubliche Vielfalt der Glaubensmöglichkeiten mit einfachen und extremen Antworten begegnen zu wollen. Es gehe vielmehr darum, zu bekennen, das man selber zu denen gehöre, die nur schwer unter den Sinnangeboten ausmachen könnten, was wirklich tragfähig sei für das eigene Leben und die Zukunft der Gesellschaft. Sein Appell: Sich bescheiden der Arbeit des Verstehens der Situation der Mitmenschen zu widmen. Dies sei das Markenzeichen aller großen Missionare der Vergangenheit gewesen. Die Brüder nahmen diese Einladung gern an und begaben sich nach der Mittagspause in Arbeitsgruppen.
Posted in "Seeing" D
Posted in Opening session (04.11.2009)